Detektei für BochumErmittlungen der Detektei für Bochum
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Eine Busfahrt, die ist lustig…Zwei Jobs – das kann böse ins Auge gehenZieten muss schnell mal nach Berlin
Wissenswertes der Detektei für BochumEiner unserer Ermittler von Alpha Detective erzählte mal davon, dass seine Familie aus der Nähe von Breslau stamme, aus einem Dorf namens Hohenfriedeberg. Dieser Ort wurde berühmt, weil dort am 4. Juni 1745 während des Zweiten Schlesischen Krieges, geführt von Preussen und Österreich, die berühmte Schlacht bei Hohenfriedeberg stattgefunden hat. Besonderen Anteil am preussischen Sieg hatte der Reitergeneral Hans Joachim von Zieten, der durch seine mutigen Aktionen schon in mehreren Schlachten den Ausschlag für seinen König Friedrich den Großen gegeben hatte. Unter anderem erreichte General von Zieten durch einen völlig unerwarteten Angriff - berühmt geworden durch das Schlagwort: „Zieten aus dem Busch“ – dass eine fast verlorene Schlacht doch noch für die Preussen gewonnen wurde. Verwundert es, dass dieser Ermittler, seitdem er diese Geschichte erzählt hatte, und man merkte ihm den Stolz darüber an, den Spitznamen „Zieten aus dem Busch“ hatte – oder, wenn nicht soviel Zeit war, hiess er nur: „ der Zieten“. Er machte seinem Spitznamen insofern alle Ehre, als er tatsächlich ein Mann schneller und entscheidender Entschlüsse war.
Wir führten in Bochum gerade eine Ermittlung wegen unerlaubter Nebentätigkeit durch, verbunden mit dem Verdacht auf Schwarzarbeit, und „unser“ Zieten war damit beschäftigt. Ein Busunternehmer hatte den Verdacht, dass einer seiner Fahrer, Georg T., der normalerweise den frühen Schulbus fuhr, einen Nebenjob machte – er hatte einen Aushilfsarbeitsplatz bei einem neuen Busunternehmen angenommen, bei dem er regelmäßig nachmittags und abends eingesetzt wurde. Das war an sich schon nach seinem Arbeitsvertrag meldepflichtig und hätte auch genehmigt werden müssen, weil der Fahrer auf diese Weise einen Wettbewerber unterstützte. Aber, als der Busfahrer zum wiederholten Mal den Schulbus morgens nicht vom Werkshof abholte, sondern sich von seinem Mobiltelefon aus krank meldete, da dachte sich unser Kunde schon, dass da etwas mehr im Argen lag. Der Konkurrent hatte ein inzwischen immer beliebter gewordenes Angebot entwickelt: Kurzausflüge mit dem Omnibus, an denen normalerweise immer mehr die rüstigen Rentner teilnahmen. Manchmal dauerten die Fahrten nur einen halben Tag, dann gab es Ganztagstouren, und auch Mehrtagestouren wurden inzwischen angeboten. Offenbar war Georg auf einer dieser Touren unterwegs. Es war so bequem, eine Krankmeldung per „Handy“ durchzugeben und den „gelben Zettel“ – das offizielle Papier vom Arzt – später nachzureichen. Um das aber rauszukriegen, was mit Georg los war, mussten wir ihn beschatten und ihm die unerlaubte Nebentätigkeit und den dabei zu befürchtenden Lohnfortzahlungsbetrug gerichtsverwertbar nachweisen. Unser „Zieten“ nahm mutig und energisch die Ermittlung auf – und er ging direkt zu dem Busunternehmer, bei dem Georg die andere Tätigkeit ausübte, und fragte ganz offen nach der Tour, auf der Georg derzeit wäre. Das Mädchen im Büro war ein wenig naiv - sie sah in ihrem Computer nach und sagte ganz offen: „Ja, Georg ist auf einer Zweitagestour in Berlin!“
Und dann kam noch einmal typisch „Zieten aus dem Busch“: „Können Sie mir freundlicherweise das Hotel nennen, in dem die Reisegruppe in Berlin übernachtet?“ Auch das wurde ihm unverzüglich mitgeteilt – es war die Tour B17, und das Hotel war das Eberswälder Brauhaus bei Berlin.
Zieten wusste, dass nicht viel Zeit zu verlieren war – er kaufte sich, nach Rücksprache mit der Einsatzleitung von Alpha Detective, ein Flugticket von Düsseldorf nach Berlin – schade, einen Jumbo, den Lufthansa-Partnerjumbo seiner Wohnstadt Bochum, den gab es leider nicht auf dieser Strecke.
Vor dem Eberswälder Brauhaus stand der Bus aus Bochum, und Georg, der unserem „Zieten“ per Foto bekannt war, sass im Restaurant und nahm dort sein Abendessen ein. Zieten machte ein paar Fotos von Georg aus einem unbeobachteten Winkel. Dann ging er doch tatsächlich später zu ihm hin und setzte sich, nachdem er höflich um Erlaubnis gebeten hatte, zu ihm an seinen Tisch. Dann fing er – in typischer Zieten-Manier – ein Gespräch an, fragte ihn, ob er mit dem grossen Bus aus Duisburg gekommen sei – nein, nein, aus Bochum sei er, beeilte sich Georg richtig zu stellen. Unser Zieten, in solchen Situationen neigt er dazu, ein kleiner Sadist zu sein, fragte ihn nach seinem Job aus. Georg erzählte ihm ausserdem freimütig von seinem anderen Job als Schulbusfahrer, aber er sei offiziell krank – was wollte Zieten eigentlich mehr?
Höflich verabschiedete er sich bald von Georg, seinem neuen Freund, um im gleichen Hotel zu Bett zu gehen, denn er wollte am anderen Morgen mit der Frühmaschine nach Düsseldorf zurückfliegen. Georg aber bot ihm an, ihn gegen ein paar Euro nach Bochum im Bus mitzunehmen – was wiederum einen Verstoß gegen seine Berufspflichten dargestellte, denn er wollte diese paar Euro ohne Rechnung privat kassieren.
Aber Zieten dachte blitzschnell: das ergäbe einen weiteren Beweis im Sündenregister von Georg, und er hätte gleichzeitig die Gelegenheit, ein paar der Mitreisenden zu fotografieren und sie nach anderen Mehrtagestouren auszufragen, bei denen Georg vielleicht den Busfahrer „gegeben“ hatte. Also nahm er das Angebot „dankend“ an.
Er hatte auch hier Glück: zwei Ehepaare im Bus kannten Georg bereits von anderen Mehrtagesfahrten mit diesem Busunternehmen – Zieten notierte sich deren Anschriften – wer weiss, ob man diese Leute nicht vielleicht mal als Zeugen nennen müßte…
Das Rückflugticket würde er eben, obwohl unbenutzt, als Reisekosten abrechnen, wenn die Fluggesellschaft die Rückgabe nicht akzeptieren würde – die Busfahrt würde ihn ja nichts kosten; also auch hier dachte unser Zieten praktisch und unkompliziert.
Sein Bericht kam postwendend – bestückt mit Fotos und einer EV = „Eidesstattlichern Versicherung“ über das, was ihm Georg alles erzählt hatte und was er während der Busfahrt so erlebt und gehört hatte.
Georg aber hatte Pech – er verlor nämlich beide Jobs, denn seine beiden Arbeitgeber konnten und wollten sich einen solchen Mitarbeiter nicht leisten.
Seit diesem Ausflug von Berlin nach Bochum per Omnibus ist Zieten übrigens ein Fan für Busreisen geworden – er hat kurz danach eine Busfahrt nach Breslau (Wroclaw) gebucht, von wo aus er den Ort besuchen will, aus dem seine Familie ursprünglich mal kam – Hohenfriedeberg nämlich. * Anrufweiterleitung zur zentralen Einsatzleitung nach Nürnberg. Wir
weisen darauf hin, dass wir nicht in allen Städten in denen wir tätig
sind Büros betreiben. Das Büro unserer zentralen Einsatzleitung
befindet sich in Nürnberg.
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