Detektei für Bremen

Wissenswertes aus der Detektei für Bremen 


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 Rathaus mit Roland

 Neustaedter Hafen

 Riga - Domplatz

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Informationen zur Detektei für Bremen

Die Entwicklung in den Baltischen Staaten seit den 1990er Jahren, aufbauend auf der Städtepartnerschaft mit Riga, die schon seit 1985 besteht, als Riga noch die Hauptstadt der Lettischen Sozialistischen Sowjetrepublik war, erleichterte die Handelsbeziehungen sehr.

Das „Baltikum“ – bis 1891 war in Lettland die Amtssprache Deutsch – war immer sehr nach Deutschland hin ausgerichtet. Die legendären ostelbischen „Junker“ waren Großgrundbesitzer gewesen, die auch vielfach aus dem Baltikum stammten und denen die Beziehungen nach Deutschland und zu deutschen Verhaltensweisen sehr wichtig waren.

Der renommierte Bremer Weinhändler Dietrich H., dessen Importweine überwiegend aus Chile und Argentinien stammten, versuchte mit viel Energie, die uralten Beziehungen seines Weinhandelshauses nach Lettland wieder neu zu beleben – die reichhaltigen Firmenannalen zeigten Namen und sogar Lieferadressen der Kunden in Riga aus alten, längst vergangenen Zeiten. Schon vor 200 Jahren hatte die Firma H., deren Chef Dietrich H. inzwischen geworden war, viele Fässer guten italienischen Rotweins über die Ostsee nach Riga verschifft – aber die Weine aus Südamerika waren schwerer und süßer und mundeten den an russischen Geschmack gewöhnten Balten inzwischen besser als die leichteren italienischen Rotweine.

Eine neue Schiffsladung mit Wein war soeben aus San Antonio, dem viel beschäftigten chilenischen Seehafen, in Bremen angekommen. Der Hafenmeister rief bei Firma H. an und bestätigte, dass der Wein im Laufe der Woche in das Lagerhaus der Firma gebracht würde. Ein Teil des Weins sollte schnell nach Riga weitergeschickt werden, der dafür vorgesehene Tankwagen würde innerhalb weniger Tage den Wein aus dem Zwischenlager im Freihafen abholen.

Alles lief ab wie immer – aber nur beinahe. Als der Weingroßhändler in Riga den Wein auf Flaschen gefüllt und ausgeliefert hatte, hagelte es Beschwerden, kaum dass der Wein ausgeliefert worden war. „Eine dünne Brühe“ – das gehörte noch zu den harmloseren Kommentaren, die per E-Mail in Bremen ankamen. Dietrich H. rief sofort bei seinem Lieferanten in Santiago an, und er erntete völliges Unverständnis – es war mit der Weinlieferung alles wie immer abgelaufen. Dietrich H. bestellte sofort eine Ersatzlieferung und hoffte darauf, dass er die Panne mit dem „Italiener aus Chile“ in Riga auf diese Weise reparieren könnte. Bevor die neue Weinlieferung weitergeschickt wurde, liess sich Dietrich eine Probe bringen – es war wirklich der bekannte schwere, dunkelrote Chilene! Aber aus Riga kamen wieder wütende Proteste, kaum, dass der Wein dort angekommen war, und eine unverhohlene Drohung war sogar dabei, man könnte sich ja auch nach einem anderen Lieferanten umsehen…

Dietrich H. geriet fast in Panik. Der Markt in Lettland war gerade im Aufbau – wenn diese Arbeit unterbrochen würde, dann wäre viel Arbeit und auch viel Geld verloren. Irgendwas passierte mit dem Wein aus Chile zwischen Ankunft in Bremerhaven und dem Weitertransport nach Riga. Er unterhielt sich mit dem Hafenmeister, mit allen Leuten, die er erreichen konnte im Hafen – aber er kam keinen Schritt voran.
Nun, ein Lösungsversuch fiel ihm bei einem Gespräch mit seinem Anwalt ein, der uns kannte. Er empfahl uns, die Alpha-Detective, der Firma H.
Dietrich H. bat uns zu sich und erklärte uns, worum es ging. Wir baten darum, dass er uns einen Zugang zum Freihafen, dem zollfreien Bereich für Non-EU-Waren verschaffte – was er tatsächlich auch schaffte.
Wir stellten zwei unserer Ermittler ab, die sich als Speditionsarbeiter ausgaben.

Als der nächste Frachter mit Wein aus San Antonio in Chile einlief, passten unsere beiden Ermittler auf wie die Luchse. Sie schoben sogar Nachtschichten – und dabei kriegten sie alles mit – natürlich machten sie Aufnahmen mit ihren Nachtsichtgeräten: gegen zwei Uhr nachts wurde ein Tankfahrzeug rückwärts an das Weinlager gefahren, zwei Männer stiegen aus und pumpten den guten „Chilenen“ in den offenbar leeren Tankwagen. Als sie den 35-Tonner voll gepumpt hatten, fuhren sie davon, und ein anderer, gleich großer Tankzug kam angefahren. Fahrer und Beifahrer schlossen Schläuche an und pumpten irgendeine Flüssigkeit in das Weinlager hinein. Nun, als die Arbeit abgeschlossen war, fuhr auch dieser Wagen wieder fort. Klar, dass sie Fotos aus allen Entfernungen und Winkeln mit ihren hochempfindlichen, „schnellen“ Filmen gemacht hatten. Beim näher Kommen merkten und rochen sie: alles roch nach Wein – das war eindeutig.
Nun, unsere Ermittler warteten nicht länger, sie fuhren nach Hause und legten sich für ein paar Stunden zum Schlafen nieder – und um acht Uhr waren sie wieder im Freihafen.
Sie nahmen Proben – es war tatsächlich immer noch Wein im Behälter!
Aber was sollte dieser ominöse Austausch bedeuten?

Die schnell ausgewerteten Fotos zeigten die Nummernschilder der Fahrzeuge, und wir waren so in der Lage, herauszukriegen, wer den Weinaustausch vorgenommen hatte: es war ein Weinhändler aus dem Umland, die Firma P. und Söhne.

Wir machten in großer Eile den Bericht fertig und berichteten dem Inhaber Dietrich H., was wir beobachtet hatten. Sein Anwalt riet ihm, Anzeige zu erstatten, dafür reichte es auf jeden Fall. Weindiebstahl im klassischen Sinne war es ja nicht, aber unerlaubte Manipulation an Lebensmitteln – und das war natürlich strikt verboten. 

Die Ermittlung der Staatsanwaltschaft ergab: Firma P. und Söhne wollte der Firma Dietrich H. den Lettischen Markt systematisch wegnehmen. Man stahl den Wein ja nicht, sondern ersetzte ihn durch gepanschten, verdünnten, minderwertigen Wein. Damit behinderte man den in Lettland führenden Weinhändler Dietrich H., mit der Absicht, diesen Wettbewerber von dort zu vertreiben.

Eine miese Tour, die aber glücklicherweise nicht funktioniert hat. 
 
Das Gericht sah es genau so und verurteilte Herrn P. zu einer empfindlichen Strafe.

* Anrufweiterleitung zur zentralen Einsatzleitung nach Nürnberg.
Wir weisen darauf hin, dass wir nicht in allen Städten in denen wir tätig sind Büros betreiben. Das Büro unserer zentralen Einsatzleitung befindet sich in Nürnberg.

 
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