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Immer diese Versicherungen…!Die Videoüberwachung vom Feinsten bringt’sIngrid K. schaute immer wieder nervös auf ihre Uhr, die sie am Arm trug – dann auf die große Wanduhr, weil sie dachte, ihre alte, wenn auch wertvolle Armbanduhr sei stehen geblieben – nein – ihr Mann Fritz kam und kam nicht zurück. Und dabei war dieser Besuch, den er heute Nachmittag machte, so wichtig! Heute würden sie erfahren, wie sie ihr erstes Jahr in der neuen Mehrzweckhalle wirtschaftlich abgeschlossen hatten – ihr Ehemann Fritz war nämlich beim Steuerberater. Vor zwei Jahren hatten sie eine grosse Mehrzweckhalle gebaut, oh nein, keine Konkurrenz zur alten oder gar zur neuen Mercatorhalle. Aber Duisburg mit fast einer halben Million Einwohner – Partner der französischen Küstenstadt Calais - brauchte auch in den stadtnahen Aussenbezirken, wo sich inzwischen viel Industrie angesiedelt hatte, ausreichend grosse und moderne Veranstaltungszentren. Die Industrie wanderte ja auch mehr und mehr aus dem teuren Zentrum hinaus in die Vororte. Und nachdem Ingrid und Fritz anfangs alle voller Sorgen härter gearbeitet hatten als sie je gedacht hatten – jetzt war das erste Wirtschaftsjahr vorbei, und sie hofften, einen ersten Überblick über ihre Finanzlage bekommen zu können. Der Steuerberater war ein tüchtiger Mann, der mit seinen Aussagen zu Steuerlasten und Steuerschulden noch nie falsch gelegen hatte. Fritz hatte ja vor zwei Jahren mit dem Rauchen aufgehört, und danach hatte er kräftig zugenommen. Als er aus Angst davor, sich das finanziell nicht mehr leisten zu können, sogar die Putzkolonnen nach dem Einzug in die neue Halle nicht länger arbeiten liess, sondern das Putzen selbst übernahm, da fiel ihm das mit seinem runden Bauch schon richtig schwer. Na, hoffentlich konnte er jetzt zum Putzen wieder die Fachleute ranlassen…! Ingrid machte sich allmählich richtig Sorgen! Aha, endlich klappte die Tür, und Fritz kam herein. Er bemerkte den besorgten Blick seiner Frau, und da er sie gut kannte, sagte er nur: „Ich war noch bei den Putzis und habe sie gleich für morgen wieder bestellt!“ Da wusste Ingrid, dass der Besuch beim Steuerberater positiv gelaufen war, und sie nahm ihren Fritz erleichtert in die Arme. Fritz erzählte nun: ja, die wirtschaftliche Lage ihres Betriebes war bei weitem besser als befürchtet – sie hatten richtig viel Geld verdient im ersten Geschäftsjahr. Der Steuerberater konnte sogar zu nennenswerten Rücklagen raten – das Geld hatten sie erarbeitet! Und während er noch diese guten Nachrichten verkündete, ging er zum Kühlschrank und holte eine Flasche Champagner heraus, öffnete sie, besorgte zwei chice Sektkelche und goss für seine Frau und sich ein. Also, das war mal eine gute Nachricht - wenn doch die andere Angelegenheit sich auch endlich zum Guten wenden würde! Fritz erzählte dann seiner Frau, dass er noch einen anderen Besuch gemacht hatte: er war auch bei den Alpha-Detectiven gewesen und hatte ihnen das andere Problem vorgetragen. Weil die Ermittler ihm als kompetente Fachleute vorkamen, hatte er denen auch gleich einen verbindlichen Auftrag erteilt. Was war passiert? Die schöne neue Mehrzweckhalle war in der Tat sehr gut angenommen worden. Die meisten Buchungen kamen von Firmen, die hier ihre Betriebsversammlungen, aber auch ihre Betriebsfeste durchführten, und die über keinen eigenen Versammlungssaal verfügten. Sodann kamen Buchungen von Sportvereinen, die ihre Jahreshauptversammlungen in der Mehrzweckhalle von Fritz und Ingrid veranstalteten. Aber seit etlichen Monaten häuften sich die Beschwerden einiger Teilnehmer, dass aus ihren an der Garderobe abgegebenen Kleidungsstücken wie Mänteln und Jacken, aber auch aus den Aktentaschen irgendwelche Dinge verschwunden waren. Mal fehlten Regenschirme, dann wichtige Notizbücher, in einem anderen Fall waren zwei Laptops auf einmal weg, und einmal fehlte sogar eine dicke Brieftasche, wohl angefüllt mit etlichen Tausend €uro – der Besitzer gab an, dass er die dicke Brieftasche nicht gern bei sich getragen habe, weil er Angst davor hatte, in dem vollen Saal bestohlen zu werden…. Es war knifflig, weil die Versicherung zunächst mal versuchte, sich in den Fällen, die nicht sofort als grob fahrlässig abgelehnt wurden, von ihrer Leistungspflicht freizumachen – klar, das gestohlene Geld war unversichert – da könnte ja jeder kommen! Aber die Versicherung wurde allmählich unruhig und drohte damit, dass sie Fritz K. und seinen Betrieb nicht länger versichern würde, wenn die Diebstähle nicht drastisch eingedämmt würden. Fritz hatte uns, die Alpha Detective, eingeschaltet, und wir sahen uns die Garderoben und das ganze Gebäude gründlich an. Aus baulicher Sicht gab es nichts zu kritisieren, alles war ordentlich und nach den verbindlichen Vorschriften erstellt worden. Es war müßig, das jeweilige Garderobenpersonal zu verhören und zu verdächtigen – es gab nur zwei ältere Damen, die immer bei allen Veranstaltungen eingesetzt wurden -sozusagen als „Stammpersonal“ – das waren in der Tat die beiden alten Tanten von Fritz – Tante Ida und Tante Emma - und die waren hinsichtlich ihrer Ehrlichkeit über jeden Zweifel erhaben. Die übrigen Garderobenmitarbeiter waren stets wechselnde Leihkräfte, die jeweils von verschiedenen Personalagenturen ausgeliehen wurden. Die Alpha-Detective bauten Überwachungskameras auf, als niemand im Hause war. Und dann liessen sie die Kameras laufen – es gab innerhalb der nächsten beiden Wochen vier Veranstaltungen. Bereits nach einer Woche kamen die ersten Verlustmeldungen per Post, andere waren sofort nach Ende der Veranstaltungen telefonisch eingelaufen. Die Auswertung der Videobänder nach zwei Wochen und vier Veranstaltungen ergab eine dicke Überraschung, die niemand erwartet hatte: keiner der ausgeliehenen Garderobenhelfer fiel auf, nein, es waren die beiden Tanten, die die Leihkräfte von der Garderobe zum Kaffeetrinken in das Restaurant schickten. Als sie dann allein in der Garderobe waren, durchsuchten sie die Mäntel, Jacken und die abgegebenen Gepäckstücke. Jetzt wurde auch klar, warum es Diebstähle bei ausnahmslos allen Veranstaltungen gegeben hatte – denn wenn die Leihkräfte stets wechselten, hätte es ja auch Veranstaltungen geben müssen, bei denen keine Diebereien passierten. Tante Ida und Tante Emma wurden sofort aus ihrer „ehrenamtlichen“ Tätigkeit entlassen. Gefragt, warum die beiden alten Damen solche Diebereien begangen hatten, sagten sie: „Wir konnten den Fritz ja nicht bitten, dass er uns was bezahlte, aber ganz ohne was wollten wir diese Arbeit auch nicht tun! Deshalb haben wir uns immer ein bisschen selber was genommen!“ Fritz meldete der Versicherung, dass der „Schwund“ gestoppt worden sei, und daraufhin verlängerte die Versicherung ihren Versicherungsvertrag. * Anrufweiterleitung zur zentralen Einsatzleitung nach Nürnberg. Wir weisen darauf hin, dass wir nicht in allen Städten in denen wir tätig sind Büros betreiben. Das Büro unserer zentralen Einsatzleitung befindet sich in Nürnberg. |
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