Detektei für Jena

Ermittlungen der Detektei für Jena

Unsere Detektei Jena hat bereits für viele hier angesiedelte Unternehmen Ermittlungen, Observationen und Aufklärungen durchgeführt.


Beweise professionell und gerichtsverwertbar sichern - Detektei für Jena

Sie benötigen Klarheit? Sie benötigen die professionelle Sicherung gerichtsverwertbarer Beweise? Profitieren Sie von unserem Know How als führende Wirtschaftsdetektei!

Nehmen Sie auch gern persönlich mit uns Kontakt auf. Wählen Sie hierfür die kostenlose Rufnummer

0800 - 52 52 007*

oder füllen Sie unser Kontaktformular aus.

 Johann-Friedrich I.
 gemalt von L. Cranach d. Ä.
 

 Jena
 um 1620
 Kaiser Karl V.
 gemalt von Tizian
Detektei Jena Detektei Jena Detektei Jena 

Jena im Jahre 1548

Der Benediktiner-Abt Notger erleidet ein schlimmes Schicksal

Als der schwere Stein sich aus den Seilen des Flaschenzugs, mit dem er gerade auf den Glockenturm hochgezogen wurde, löste und aus einer Höhe von ungefähr 15 Metern herunterstürzte, vermutete niemand, was das auslösen würde. Abt Notger stand so ungünstig unter der hochgezogenen Last, dass ihn der Stein auf der rechten Schulter traf und ihn danach völlig unter sich begrub. Trotz der schnellstens herbeigeeilten Klosterbrüder im Benediktinerkloster in Jena kam jede Hilfe zu spät – Abt Notger war tot.
Das Kloster wurde in diesen schrecklichen Jahren aber auch allzu sehr vom Unglück verfolgt – gerade war der Schmalkaldische Krieg vorüber, der zwei Jahre lang (1546 und 1547) gewütet hatte, und an dessen Ende der geliebte Herrscher Kurfürst Johann Friedrich I., genannt der Großmütige, in Gefangenschaft geraten war. Zwar war der Kurfürst Anhänger der Lehren des Professors aus Wittenberg geworden, aber seine edle Gesinnung betraf alle seine Untertanen, gleichgültig, ob sie Rom angehörig geblieben waren - wie hier die Mönche im Kloster, oder nicht.

Nikolaus, der als Laienbruder im Kloster das „Mädchen für alles“ war – obwohl natürlich im Mönchskloster kein weibliches Wesen erlaubt war – übernahm das Kommando, den Abt zu bergen und für die Beerdigung zu sorgen. Nikolaus, den alle „Klaas“ riefen, hatte sich geweigert, dem Orden als Mönch beizutreten, dazu war er immer noch allzu sehr verliebt in Susanna, die unten im Dorf wohnte, und die auch ihn zu lieben schien – so jedenfalls deutete er einige Zeichen, die sie ihm gab. Da verstand Klaas den Professor aus Wittenberg sehr gut und war insgeheim auf diesem Gebiet sogar ein Lutheraner – warum  sollten die Mönche und Priester und Äbte und Bischöfe nicht endlich ehrlich werden und die Frauen heiraten, mit denen sie doch so wie so Kinder zuhauf hatten, und die teilweise mit ihnen sogar unter einem Dach wohnten? Was anderes als Ehrlichkeit hatte der Reformator nicht im Sinn gehabt – so jedenfalls verstand Klaas das Ganze. Und die Ablassreden, mit denen nur Geld eingetrieben werden sollte…  - es war ein Geschäft mit der Angst: niemand glaubte so recht daran, aber jeder, der es sich eben leisten konnte, zahlte. Die Armen konnten sich das nicht leisten – also Seelenheil für Reiche?

„Klaas“, man rief nach ihm – „wo bist du“? Ach ja, der Abt und die Vorbereitungen zum Begräbnis – man musste den Bischof informieren, und das bedeutete, dass einer der Brüder mindestens für vier Tage unterwegs sein würde. Hoffentlich kam der Bischof  gleich mit, sonst müßte Abt Notger eben ohne bischöflichen Segen begraben werden. Und dann konnte der Bischof gleichzeitig den Nachfolger einsetzen – es würde ja wohl Bruder Johann, der Prior werden – so war die Reihenfolge bei den klösterlichen Ämtern.Nehmen Sie auch gern persönlich mit uns Kontakt auf. Wählen Sie hierfür die kostenlose Rufnummer

0800 - 52 52 007*

oder füllen Sie unser Kontaktformular aus.

Klaas tat seine ungewohnte Arbeit trotz aller Aufregung um ihn herum in großer Ruhe und Überlegenheit. Er war ein erfahrener Mann, nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, und stets daran interessiert, so vernünftig wie möglich zu arbeiten. Aber ihn liess diese Frage nicht los: wieso konnte diesen erfahren Bauleuten der schwere Stein aus den Seilschlingen herausrutschen? Sie hatten schon so viele Glockentürme gebaut, das Seil war nicht gerissen - es sah so aus, als ob die Männer den Stein nicht richtig im Flaschenzug festgezurrt gehabt hätten. Wenn der Bau weiterging, musste Klaas sofort dringend verbieten, dass irgendwer unter der hochgezogenen Last stehen durfte, damit so was nicht nochmal passieren konnte, sollte nochmal ein Stein runterfallen….

Aber er glaubte nicht an einen Unfall, eine innere Stimme riet ihm, dieser Sache mal nachzugehen. Und er tat etwas, was ihm vorher nie in den Sinn gekommen wäre: er schlich sich am Abend, nachdem alle Lichter gelöscht waren, in die Nähe des Schlaflagers der Steinmetze – und er legte sich dort auf die Lauer. Nach einiger Zeit hatten sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt, und er konnte verstehen, worüber die Männer sprachen – aber, was er da hörte, liess ihm den Atem stocken: Joseph, der groß gewachsene und kräftige Mann aus Tirol, sprach mit einem anderen – Klaas vermutete, es war Philipp, sein engster Freund unter den Handwerkern. Joseph erzählte, dass er das gezahlte Geld mit seinem Partner gerecht teilen wolle, sobald es ihm ausgezahlt worden sei. Immerhin seien 10 Dukaten ja leicht unter zwei Männern aufzuteilen. Und dann begann er zu philosophieren, warum wohl Johann, der Prior des Klosters, nicht die paar Jahre warten konnte, bis Notger sterben würde – er war immerhin schon alt, 56 Jahre, und 60 würde er niemals – so alt war in der ganzen Gegend noch nie jemand geworden. Philipp meinte nachdenklich, dass er glaube, der Prior sei einfach nur machthungrig, sonst hätte er ja dem Joseph das viele Geld nicht dafür versprochen, dass er das Seil genau dann lockern solle, wenn der Abt darunter stand und sicher getroffen werden würde…. Ja, brummelte Joseph, schon halb eingeschlafen, so wird es wohl sein – aber Philipp solle um Gottes willen nichts davon verraten – sonst würden sich beide am Galgen wieder finden…  Bald verrieten laute Schnarchtöne, dass diese beiden Mörder eingeschlafen waren. Klaas schlich sich unhörbar davon und legte sich in seine Kammer – aber er fand keinen Schlaf.
Als die Sonne aufging, weckte er den Türhüter des Klosters und erklärte ihm, dass er selbst zum Bischof gehen werde, um die traurige Nachricht vom Unfall des Abtes zu überbringen – er wusste ja nun besser, was wirklich passiert war. Dann machte er sich auf den Weg.
Als er am Bischofssitz angelangt war, liess er sich sogleich beim Bischof melden und trug ihm die ganze Wahrheit vor. Der Bischof war genau so erschüttert wie Klaas, und er rief einen Trupp von vier Berittenen, die dem Kloster zum Schutz vom Landesherren zugestanden worden waren. Die schickte er schon einmal auf den Weg nach Jena voraus, und trug ihnen auf, im Wald in gehöriger Entfernung vom Kloster ein Lager aufzuschlagen und sich nicht beim Kloster blicken zu lassen. Er selbst und Klaas ritten bei Sonnenaufgang am nächsten Tag los, und sie schafften den Weg zum Kloster in weniger als einem Tag. Zusammen mit den Soldaten kamen sie am Abend beim Kloster an, der Bischof liess die beiden Steinmetze Joseph und Philipp unverzüglich zu sich bringen und begann, die beiden zu verhören. 
Angesichts der Details, die der Bischof den beiden Männern vorhielt, leugneten sie nicht lange, sondern gestanden ihre Tat. Gleichzeitig gaben sie an, dass der Prior sie angestiftet habe. Der Prior wurde ebenfalls ins Verhör genommen – und auch er legte ein Geständnis ab. Alle drei wurden sofort in Fesseln gelegt.

Nachdem der ermordete Abt am anderen Tag beerdigt worden war, ritt der Bischof mit seinem Trupp nach Hause zurück, im Schlepptau die drei Festgenommenen. Deren Prozess wurde später dann am Hofe des Landesherrn geführt, und er endete, wie es im Jahre 1548 üblich war – ganz wenig empfehlenswert!

Klaas aber bekam vom Bischof einen Ehrentitel verliehen: „Klaas“, sagte der Bischof bei der Abreise zu ihm, „du bist ein wirklicher Aufklärer, der beste und erste Aufklärer, den ich in meinem Bistum kenne – du darfst dich von nun an Alpha Detectivus nennen!“

Klaas aber freute sich sehr über dieses Lob!

Er heiratete seine Susanna und dachte gar nicht daran, ins Kloster einzutreten.Nehmen Sie auch gern persönlich mit uns Kontakt auf. Wählen Sie hierfür die kostenlose Rufnummer

0800 - 52 52 007*

oder füllen Sie unser Kontaktformular aus. 

* Anrufweiterleitung zur zentralen Einsatzleitung nach Nürnberg.
Wir weisen darauf hin, dass wir nicht in allen Städten in denen wir tätig sind Büros betreiben. Das Büro unserer zentralen Einsatzleitung befindet sich in Nürnberg.

 
Dortmund Frankfurt Nürnberg Berlin Hamburg