Detektei für Münster

Ermittlungen der Detektei für Münster

Unsere Detektei Münster hat bereits für viele hier angesiedelte Unternehmen Ermittlungen, Observationen und Aufklärungen durchgeführt.


Beweise professionell und gerichtsverwertbar sichern - Detektei für Münster

Sie benötigen Klarheit? Sie benötigen die professionelle Sicherung gerichtsverwertbarer Beweise? Profitieren Sie von unserem Know How als führende Wirtschaftsdetektei!

Nehmen Sie auch gern persönlich mit uns Kontakt auf. Wählen Sie hierfür die kostenlose Rufnummer

0800 - 52 52 007*

oder füllen Sie unser Kontaktformular aus.


 Münster in Westfalen, um 1570

 Monastir المنستير

 Detektei Münster Detektei Münster

Vorsicht bei Haustürgeschäften!

Vor dem Anlagebetrug gibt es immer attraktive Versprechungen

Wenn der Betrüger genug Zeit hat, kann er auch endgültig untertauchen 


Selten nur gibt es Partnerstädte, die den gleichen Namen haben – und zwar nicht im Sinne einer Namenspaarung wie „Neustadt“ und der – zum Beispiel – russischen Übersetzung „Nowgorod“.
Der Stadtname Münster wird abgeleitet vom lateinischen Wort Monasterium, und das bedeutet „Kloster“ – und die gleiche Entstehungsgeschichte gilt für den Namen der Stadt Monastir in Tunesien in Nordafrika, zu der Münster seit 1969 eine Städtepartnerschaft unterhält. Nordafrika war ja auch schon ein wenig christlich geprägt, bevor sich ab ungefähr 610 der Islam als neue Religion im arabischen und nordafrikanischen Raum ausbreitete. Ab 647 wurde Tunesien von Ägypten aus erobert, und der Islam und die arabische Sprache wurden eingeführt.
Zwar verfügt Tunesien über einiges an Ölvorkommen, aber die weitaus grösseren Ölfelder befinden sich im südlich und östlich angrenzenden Libyen. Insofern war es schon eine mutige Frechheit, dass sich der als diplomierter Betriebswirt und „Verwaltungsrechtler“ auftretende J.-P.H. auf seiner Visitenkarte nicht nur die Bezeichnung „Vermögensberater“ hatte aufdrucken lassen, sondern auch den Phantasietitel: „Fachberater für die Ölindustrie“. Seine perfekten, hochglanzpolierten Firmenbroschüren waren mit arabischen Schriftzügen bedruckt, Fotos von potthässlichen Ölförderanlagen auf dem Deckblatt sollten Eindruck schinden – die typischen langweiligen, kilometerlangen Rohrleitungen, in denen angeblich Öl oder Gas – vielleicht auch Abwasser – transportiert wurden, versprühten den Charme einer ältlichen Müllverbrennungsanlage – aber für J.-P. waren das alles Argumente, mit denen er, geschickt, wie er war, seine Opfer einzulullen verstand. 

Worum ging es? Im Inneren seiner Prospekte schliesslich zeigte er schauerliche Photos von verrotteten, undichten und völlig kaputten Rohrleitungen, aus denen irgendwelche Flüssigkeiten heraustropften. Er führte aus, das seien Anlagen in Tunesien, das Grundwasser werde so verseucht, und das sei ein Teil der Gründe, warum das Öl immer teurer würde. Der Hinweis auf die Partnerstadt Monastir löste bei Münsteraner Bürgern wohlwollendes Kopfnicken aus. Er zeigte und erklärte also diese Photos und wollte so Finanzinvestoren dazu bringen, ihm ihr Anlagevermögen zu übertragen, damit so die notwendige Erneuerung der gezeigten Rohrleitungen finanziert werden könnten. Als Rendite – natürlich über ein Land, in dem die Verzinsung nicht der heimischen Quellensteuer unterliegen würde – aber das kam von ihm nur mündlich -  als Rendite wurden traumhafte Prozentsätze versprochen. Wie lautet das unter Börsianern bekannte geflügelte Wort? „Gier frisst Hirn“ – und auf dieser Erfahrung basierend sammelte er reichlich Anleger. Hätten diese Leute mal ein bisschen nachgedacht, nachgelesen, sich anderweitig erkundigt – sie hätten sich das Wissen verschafft, dass Tunesien kein wirkliches Ölland ist, dass die Reparatur von alten und defekt gewordenen Ölleitungen in der Regel nicht rentabel ist, weil der Neubau von Ölleitungen immer preiswerter ist – man baut dann eben ganz neu und größer, aber reparieren? Viel zu teuer!
Bei alten, unter Denkmalschutz stehenden Häusern in deutschen Innenstädten wurde die Erfahrung ja gemacht: neu bauen wäre billiger als Restaurierung, aber glücklicherweise gibt es Denkmalschützer, die das Abreissen und Neubauen dann verhindern. Aber bei alten Ölleitungen in der Wüste? 

J.-P. sammelte also Geld. Er gab aber keine Referenzlisten heraus – das sei nun allzu vertraulich. Zu seinen „Opfern“ gehörten auch Mitglieder einer alteingesessenen Münsteraner Familie – drei ältliche, unverheiratete und reiche Schwestern hatten sich gegenseitig auf dieses Spitzenangebot hingewiesen, und sie waren alle zu stolzen Anlegerinnen an einer tunesischen Ölanlage geworden –„….unsere tunesischen Ölleitungen!“

Ihr relatives Glück war nun, dass sie einen gemeinsamen Steuerberater hatten – sie machten ja auch sonst vieles gemeinsam und gleich – so waren sie beispielsweise vor 30 Jahren mal alle gleichzeitig in den gleichen jungen Mann verliebt gewesen – aber da sie ja immer alle alles gemeinsam machen wollten, wurde aus dieser Sache nie etwas richtiges.

Als der Steuerberater den Steuertermin vorbereitete, erfuhr er, was die drei reichen Damen mit ihrem Geld angestellt hatten. Sie fragten ihn nämlich ganz harmlos, ob er mal mit dem Vermögensberater Kontakt aufnehmen und sich mal nach ihrem Geld erkundigen könne: seit fast einem Jahr hätten sie nämlich nichts mehr von J.-P. H. gehört. Der Steuerberater schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Er machte den drei Damen den dringend gemeinten Vorschlag, sofort eine tüchtige Wirtschaftsdetektei zu beauftragen, sich um ihre Anlagevermögen zu kümmern.

Er kannte uns, die Alpha-Detective, empfahl uns, und wir übernahmen den Fall. Der erste Rat, den wir den drei Kundinnen gaben, war der, dass sie sich in Zukunft auch in Geldangelegenheiten unbedingt von „Haustürkäufen“ fernhalten und alles mit ihrem Steuerberater besprechen sollten. Sodann versuchten wir, mit den uns zur Verfügung gestellten Inustrieadressen Kontakt aufzunehmen – mit dem befürchteten Ergebnis: Fehlanzeige. Alle Recherchen, die wir anstellten, verliefen ergebnislos. Wir reisten sogar nach Tunesien, nahmen Kontakt auf mit dem zuständigen Ölministerium in Tunis auf. Dort erfuhren wir, dass sich zwar auch andere geprellte Anleger aus dem Münsterland über den untreuen Vermögens- und Anlageberater erkundigt hatten – aber man wusste dort nichts über ihn. Über unsere anderen Kanäle fanden wir heraus, dass J.-P. H. weder akademischer Betriebswirt und schon gar nicht „Verwaltungsrechtler“ war. 
Und noch was fanden wir bald heraus: er war spurlos verschwunden.
Die genannten Baustellen in Tunesien gab es gar nicht, und welche Anlagen die Fotos in seinen Prospekten zeigten – das lag ebenfalls völlig im Dunkeln.

Das war aber auch inzwischen ziemlich gleichgültig geworden: der Betrüger war verschwunden, das Geld war unwiederbringlich weg - nur ein Gutes hatte die Sache:
drei älteren Damen in Münster war die Gier bis auf weiteres gründlich ausgetrieben worden – von nun an würden sie in Gelddingen vorsichtiger sein.

Sie hatten noch genug „vom Guten“ auf ihren Konten – der Verlust traf also keine wirklich „Armen“.

Schade – aber dieser Fall war leider für uns unlösbar.
 
* Anrufweiterleitung zur zentralen Einsatzleitung nach Nürnberg.
Wir weisen darauf hin, dass wir nicht in allen Städten in denen wir tätig sind Büros betreiben. Das Büro unserer zentralen Einsatzleitung befindet sich in Nürnberg.
 
Dortmund Frankfurt Nürnberg Berlin Hamburg