Verdeckte Videoüberwachung

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 Verdeckte Videoüberwachung Verdeckte Videoüberwachung
 Das ist ein Hypermarkt
 ...und das ist ein "Tante Emma" Laden

Die Story zur verdeckten Videoüberwachung 

Wenn wir schon über eine verdeckte Videoüberwachung nachdenken – wo würde sich so etwas lohnen? Bei Tante Emma? Niemals – die hat doch nicht das Geld dafür! Falsch – die hatte oftmals schon das Geld, und wenn sie das Geld dafür gehabt hätte – in einem klassischen Tante Emma–Laden gab es keine unbeaufsichtigten Ecken, dafür war der normalerweise viel zu klein, und die immer vorhandene „Bedienung“ – meistens eben Tante Emma höchstselbst – war allgegenwärtig. Ausserdem war der Laden immer so vollgestellt, dass man sogar als Käufer ohnehin kaum in den Laden passte – ganz zu schweigen davon, man erst mal hätte hinter die Theke kommen können müssen, um in die Kasse langen zu können… Und die Tante Emma war in der Regel so „gut dabei“, dass sie mit ein - zwei Schritten den Eingang versperren konnte – allein mit ihrem Körper. 

Ganz anders im Supermarkt. Gross, mit vielen versteckten Ecken, unmöglich, ein solches Einkaufszentrum lückenlos zu überwachen – trotz der dauernd laufenden Videokameras – denn wer schaut sich die Aufzeichnungen schon regelmäßig an?
Der Schaden, nur durch Ladendiebstähle verursacht, beträgt viele Millionen Euro im Jahr. Große Kaufhausketten beschäftigen zur Verteidigung Hausdetektive, die aber auch nicht alle Fälle lösen können.

Der große Kaufhauskonzern bat uns in einem Gespräch darum, eine seiner Kaufhausfilialen, in dem die Klauerei mit eigenen Kräften offenbar nicht zu stoppen war, anonym und unauffällig zu überwachen. Einfach sei es – so sagte man uns – weil der Schwerpunkt der Diebstähle in der Parfümerieabteilung lag. Gestohlen wurden in erster Linie die Neuerscheinungen, die immer an prominenter Stelle aufgebaut werden. Nun, wir haben in solchen Fällen immer eine etwas andere Ansicht, was einfach oder kompliziert sei -  Laien sehen, was das anbetrifft, leider zu viele unrealistische und zu schlecht gemachte Krimis im Fernsehen.  

Wir, die Alpha Detective, haben unsere bewährte Ausrüstung, und es ist kein Geheimnis, wo man überall Videokameras unterbringen kann: in den Strahlern, in den Lampen, die überall hängen, in Blumenarrangements – nun, es gibt noch ein paar andere Ecken, die wir aber nicht so gern verraten wollen.

Wir installierten die Ausrüstung an einem Wochenende, als das Haus geschlossen war. Da wir niemanden unnötig aufmerksam machen wollten, liessen wir die Videoausrüstung über eine volle Woche unbetreut laufen, kamen allerdings ab und zu mit wechselnden Kollegen in das Kaufhaus, um so zu tun, als würden wir uns einen teuren Duft aussuchen, und wir inspizierten dabei unauffällig die Umgebung.

Es gab unter uns „Parfüm-Kunden“ sehr bald einen Verdacht, den wir intern sogar zu einer unserer berühmten Wetten hochstilisierten: wer Recht hatte, sollte eine „Einladung“ zum Abendessen aussprechen dürfen, und der Gewinner wurde seinerseits von den eingeladenen Kollegen freigehalten. Somit wurde ab und zu ein gemütliches Beisammensein provoziert, der Wettkönig kriegte sein Abendessen umsonst und für die Verlierer wurde es nicht so teuer. Der Gewinner hatte nur den eindeutigen Vorteil, dass er das Lokal aussuchen konnte – und darin lag der Charme einer solchen Wette....

Nach einer Woche, wieder am Wochenende, bauten unsere Technikfreaks die Videoausrüstung wieder ab.

Am Montagmorgen versammelten sich alle Kollegen, die an dem Tag nicht im Aussendienst waren, in unserem Filmvorführraum, weil natürlich jeder wissen wollte, wer die Wette  gewonnen hatte. Und es war so, wie die Mehrheit der Kollegen getippt hatten: die besonders attraktive und sehr selbstbewusst auftretende Abteilungsleiterin, die am meisten erzählt hatte, wen sie alles verdächtigen würde – von den Kolleginnen über die Stammkunden bis hin selbst zum Hausdetektiv – alle kamen in ihrem Verdächtigenspektrum vor – diese Dame war’s selbst. Die Filme zeigten es zweifelsfrei – mittags, wenn sie das Haus zur Mittagspause verliess, und abends, wenn Feierabend war, liess sie im Vorbeigehen immer mal ein Päckchen mitgehen, wenn es gerade keine zweibeinigen Zuschauer gab. Aber die blosse Vermutung, mit der wir alle auf diese Dame getippt hatten, reichte natürlich nicht – es muss schon gerichtsverwertbare Beweise geben – und die hatten unsere stummen Zeugen an der Decke aufgenommen. Selbst auf diesen technisch nicht so perfekten Filmen sah die Dame wirklich attraktiv aus – nur schade, dass sie log und klaute!

Das mit der Wette war Essig – da die beteiligten Kollegen alle den gleichen Tipp abgegeben hatten, gab es keinen Wett-Verlierer. Was tat aber der Chef? Er lud den ganzen Verein auf seine Kosten zum Essen ein - es war so wie so noch einmal fällig…

 
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