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oder füllen Sie unser Kontaktformular aus. Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser | Mitarbeiterüberwachung Der „Neue“ im Vertriebsbüro der grossen Versicherungsagentur, die Herrn T. gehörte, hatte ganz schön „drive“ drauf – er war regelmäßig morgens der erste im Büro, sass abends noch lange am Schreibtisch, wenn die anderen schon nach Hause gegangen waren – oder wohin auch immer sie nach Feierabend gingen. Herr H., der Neue, bekam eine Unmenge von Anrufen – Telefongespräche, bei denen die Anrufer ausdrücklich nach ihm, Herrn H. fragten, und die Telefonistin wurde schon von den übrigen Mitarbeitern angemeckert, dass sie anscheinend alle Anrufer an Herrn H. durchstellte und so den anderen potentielle Kunden wegnahm – nein, es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit ihrerseits, bis die anderen kapierten, dass Herr H. diese Leute alle bereits kannte, die da anriefen, und dass die ausdrücklich nach ihm gefragt hatten.
Herr T., der Inhaber, sah und hörte das alles aus seinem Büro, bei dem die Tür stets einen Spalt offen stand, und er schien großen Gefallen daran zu finden. In einer Diskussion mit einer Mitarbeiterin, Frau B., die bei der „Produktion“ von Neuverträgen nicht sehr erfolgreich war, kam dann die Bemerkung, mit der alle früher oder später gerechnet hatten: „Sehen Sie sich vor, Frau B. – Herr H. hat in den ersten vier Wochen schon mehr Verträge bekommen als Sie in den letzten vier Monaten!“ – und das verstand jeder – zu Recht - als unverhohlene Drohung. Frau P., die sicher die schwächste Versicherungsvertreterin im Büro war, bekam inzwischen die Kündigung, was niemand bedauerte, denn sie war eine geschwätzige und dumme Zicke - aber im Ernst – wohin sollte das führen, wenn inzwischen auch Frau B. schon massiv verunsichert worden war?
Nach zwei Monaten passierte, was eigentlich im Büro der Versicherungsagentur T. noch nie passiert war: Herr T. stellte fest, dass die monatlichen Raten nicht regelmäßig gezahlt wurden, und zwar passierte das nur bei den Verträgen, die der tüchtige „Neue“, Herr H., abgeschlossen hatte. Herr T. sprach ihn darauf an, Herr H. versprach, sich sofort darum zu kümmern – aber die Zahlungen blieben trotzdem auch weiterhin aus.
Herr T. wollte Herrn H., der ja eigentlich sehr tüchtig war, nicht so einfach raussetzen, wollte aber andererseits gern wissen, was hier passierte. Also kam er zu uns und trug uns seine Sorgen vor.
Wir machten einen Plan: einer unserer jüngeren Leute ging zur Arbeit in das Büro von Herrn T. – offiziell zur Aushilfe bei der Ablage – in Wirklichkeit, um Herrn H. beim Telefonieren nah zu sein und zu erfahren, welche Termin er machte. Ein anderer Mitarbeiter aus dem Team der Alpha Detective gab sich telefonisch als Interessent aus und vereinbarte einen Termin für ein Versicherungsberatungsgespräch mit Herrn H.
Wir waren alle gespannt, was nun passierte. Das Treffen kam zustande, und unser „Lockvogel“ fiel aus allen Wolken: Herr H. erzählte ihm, dass er bei sofortigem Abschluss der Versicherung einen dreimonatigen Prämienaufschub erhalten würde. Sollte in dieser Zeit ein Versicherungsfall eintreten, werde die Versicherung trotzdem eintreten. Und sollte dem Kunden das dann nicht mehr gefallen, und sollte er aus der Versicherung austreten wollen, könne er das ohne weiteres tun. Unser Lockvogel unterschrieb sofort. Herr H. trug voller Stolz den neuen Vertrag zu Herrn T., seinem Chef, und er meldete dort seine Abschlussprämie an – wie in allen anderen Fällen auch.
Nun, es kam, wie es kommen musste: wir bekamen den Auftrag, alle Kunden, die Herr H. gebracht und versichert hatte, aufzusuchen und zu befragen – und erfuhren, dass bei allen immer die gleiche Masche gelaufen war: drei Monate lang keine Prämienzahlung, und anschliessender Austritt aus dem Vertrag.
Die Kündigung und der anschliessende Prozess um Schadensersatz liefen einwandfrei ab – unsere Leute hatten ganze Arbeit geleistet und gerichtsverwertbare Beweise geliefert. |