PersonalüberprüfungIst das Arbeitszeugnis Ihres Mitarbeiters echt?Nehmen Sie auch gern persönlich mit uns Kontakt auf. Wählen Sie hierfür die kostenlose Rufnummer 0800 - 52 52 007oder füllen Sie unser Kontaktformular aus. Spezialisten für PersonalüberprüfungImmer, wenn der Operationsplan der chirurgischen Abteilung im Kreiskrankenhaus – es nannte sich selbst: „das Krankenhaus am Rande der Stadt“ - einen schwierigen Eingriff vorsah, erschien Dr. P. zu spät. Er hatte stets sehr gute Erklärungen für seine Verspätungen - vom abgebrochenen Haustürschlüssel über die unerwartet stark verstopfte Autobahn bis hin zur plötzlichen Erkrankung seiner Schwester im 150 km entfernten Heimatort – die wirklich schwierigen OPs mussten stets von einem der anderen Chirurgen übernommen werden. Die Kollegen wurden langsam sauer über diese ständigen Vertretungsdienste. Dr. P. konnte zwar durchaus ordentlich operieren, und er war auch gar nicht ungeschickt - aber er war offenbar höchst unsicher bei komplizierteren Eingriffen, bei denen es zu Komplikationen hätte kommen können. Die Kollegen raunten immer öfter untereinander, dass sie diese Erklärungen für sein Zu-spät-kommen nicht mehr glaubten, und sie diskutierten darüber, dass mit ihrem Kollegen irgendwas nicht in Ordnung sei. Dr. P. war unverheiratet und lebte allein in einer Junggesellenwohnung im Nachbarort. Er war ungefähr Anfang 40, sah relativ gut aus, war humorvoll und konnte sehr charmant sein – und anfangs waren die Krankenpfleger, die alten Lästermäuler, schnell bei der Hand mit gejuxten Vermutungen, in denen immer eine hübsche Freundin vorkam, die ihn nicht aus dem Bett heraus liess… Der Chefarzt hatte aber einen anderen Verdacht, denn er war misstrauisch geworden, weil Dr. P. sich niemals freiwillig als Operateur gemeldet hatte – was an sich in diesem Krankenhaus eine übliche Praxis war. Dem Chefarzt kam es so vor, als ob Dr. P. eine Art „Geheimnis“ mit sich herumtrüge, welches ihn daran hinderte, seine Dienste freiwillig anzubieten. Nur, das Studium der Personalpapiere gab keinerlei Aufschlüsse, alle Dokumente waren in Ordnung. Was war nur mit dem Kollegen los? Der Chefarzt kam zu uns, den Alpha Detectiven, und fragte uns um Rat. Wir baten ihn um Überlassung der Personalakte von Dr. P. Es fiel uns bei Durchsicht auf, dass Dr. P. für ungefähr 8 Monate in einem Krankenhaus in der Schweiz gearbeitet hatte, aber im Prinzip waren die Arbeitsdaten in Ordnung. Nur - das Arbeitszeugnis, das er aus der Schweiz hatte, war in Französisch, obwohl die Klinik in der deutschsprachigen Schweiz lag. Das Zeugnis klang ganz gut, aber irgendwas stimmte trotzdem nicht. Wir nahmen Kontakt zu unseren Detektiv-Kollegen in der Schweiz auf und baten um deren Unterstützung. Sie luden uns ein, und wir besuchten zusammen das Hospital. Dort erfuhren wir Erstaunliches: das Zeugnis war offenbar eine Art Fälschung, und man bewies uns, dass das offizielle Briefpapier, welches diese Klinik benutzt hatte, als Dr. P. dort ausgeschieden war, grafisch anders gestaltet war. Das von ihm vorgelegte Zeugnis war auf einem älteren Formblatt geschrieben, und der Arzt, der das Zeugnis unterschrieben hatte, war ein längst im Ruhestand lebender ehemaliger Chefarzt. Was war passiert? Wir suchten diesen Arzt auf und lernten nach hartnäckigem Insistieren, dass dem Arzt Dr. P. offenbar ein tragischer Kunstfehler bei einer Operation unterlaufen war, den man ihm zwar nicht zweifelsfrei nachweisen konnte, der aber trotzdem zu seiner Entlassung „im gegenseitigen Einverständnis“ geführt hatte. Das Zeugnis, welches er von der Klinik bekommen hatte, war so-la-la, und Dr. P. hatte deshalb den ehemaligen Chefarzt, den er aus einer zufälligen Begegnung kannte, flehentlich angebettelt, ihm doch ein besseres Zeugnis auszustellen, weil ihm sonst eine Anschluss-Anstellung nur sehr schwer gelungen wäre. Er gutmütige alte Herr tat, was er heute sehr bereute – er schrieb ihm ein relativ gutes Zeugnis und benutzte einen der als „Souvenir“ noch in seinem Besitz befindlichen alten Briefbögen dafür - aber der wahre Entlassungsgrund stand natürlich nicht drin. Dr. P. wusste selbst genau, bei welcher Operation ihm der Fehler passiert war, und er traute ich nicht mehr an diese Art der OPs heran – so ehrlich war er immerhin. Wir übergaben dem aktuellen Chef von Dr. P. den detaillierten Bericht, die Ärzte nahmen Kontakt zueinander auf, und wir hörten den Namen Dr. P. nie mehr im Zusammenhang mit dem „Krankenhaus am Rande der Stadt“. |






