Recherchen und Ermittlungen jeder ArtIst das Grundstück frei von Altlasten?
Wem gehört eigentlich das Werksgelände?
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oder füllen Sie unser Kontaktformular aus. Wichtig bei Recherchen Diese Fragen – und viele andere mehr – bekamen wir, die Alpha Detective, von einem neuen und sehr wichtigen Kunden aus Grossbritannien gestellt. Diese Fragen waren für uns nicht so überraschend wie es Ihnen erscheinen mag – ist doch in Deutschland alles in bester Ordnung. Ja, ist das wirklich so? Der alte Lehrsatz: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ ist besonders im Falle einer großen Investition, die in die Millionen Euro geht, mehr als angebracht.
Von Anfang an: Die Firma S&T Ltd. aus einer britischen Grossstadt, wollte in einer mittelgroßen deutschen Stadt ein frei verkäufliches und unbebautes Grundstück erwerben, um darauf ein neues Werk zur Herstellung von Elektronikteilen für die Automobilindustrie zu errichten. Diese Idee war gut überlegt – als Lieferant mit den kurzen Wegen zu den deutschen Automobilherstellern – aber auch zur Lieferung in die europäischen Nachbarländer wie Frankreich, Belgien, aber auch in die Slowakei, nach Ungarn – halt überall dahin, wo heute moderne Autos gebaut werden. Ein weiterer Aspekt war, dass GB immer noch das GBP = das englische Pfund - als Währung hat – aber die Musik spielt im Euro-Raum! Der Firmenchef und Eigentümer war ein überzeugter Europäer, und wäre es nach ihm gegangen, so hätte er schon lange den Euro auch in Grossbritannien eingeführt…
Das Grundstück hatte er gefunden – es lag in der Nähe von Stuttgart – dort gab es das richtige industrielle Umfeld für seine Produkte.
Der Verkäufer, ein alter schwäbischer Bauer, hatte auf die Frage nach den Altlasten verschmitzt geschaut und lang nachgedacht, bevor er antwortete, dass nach seiner Erinnerung keine Hypotheken mehr auf dem Acker lägen. Irrtum – das war nicht mit Altlasten gemeint! Hier ging es darum: hat hier vielleicht mal eine Munitionsfabrik gestanden, war hier im 2. Weltkrieg mal eine amerikanische Phosphorbombe eingeschlagen, und der kleine Hügel dort hinten – war das vielleicht mal eine undeklarierte Mülldeponie, und wie sieht es mit dem Grundwasser aus? Ha no, heiligs Blechle, was wellet die denn alles wisse? – nein, nein – das Grundstück war noch nie bebaut, hier gab es keine Bombenabwürfe, und das Hügelchen dort – das war schon immer da. Grundwasser? Keine Ahnung, aber auch keinen Verdacht.
Wir suchten für unseren Kunden eine Fachfirma für Geotechnik, die diese Untersuchungen kompetent durchführen konnte und auch personell und apparativ dafür ausgestattet war. Der britische Auftraggeber vertraute unseren Empfehlungen völlig – umso größer war deshalb unsere Verantwortung im Hinblick auf präziseste Auftragserfüllung.
Sodann begann der Gang zu den Grundbuchämtern, Katasterbehörden und Gerichten – es ging um die zweifelsfreie Feststellung der Besitzverhältnisse. Da das britische System ganz anders organisiert ist als das deutsche, bedeutete das einiges an Überzeugungs- und Informationsarbeit, um dem Kunden aus England klarzumachen, dass das Grundbuch ein offizielles Dokument ist, vom Gericht abgesichert.
Ja, es stimmte, der alte Bauer war der einzige im Grundbuch eingetragene Besitzer, er hatte den Acker anno dunnemals von seinen Eltern geerbt. Die Bebauungspläne, wonach die neue Fertigungsstätte ja genehmigt werden musste, wiesen aber auch aus, dass es sich tatsächlich so verhielt. Nun – die Beschaffung von qualifiziertem Personal für die start-up-Phase ist immer eine heikle Geschichte. Wir empfahlen dem Kunden, sich bereits jetzt eine erfahrene Personalagentur auszusuchen, die für ihn die Personalfragen aus ihrer Kompetenz heraus erledigen sollte, und wir gaben ihm eine eindeutige Empfehlung.
Nun – wie ging es weiter?
Die Geofirma begann mit ihren Bodenuntersuchungen. Der Bauer stand misstrauisch daneben, hätte am liebsten selbst das Bohrgerät bedient.
Auf dem ebenen Feld war alles in Ordnung, es gab weder Altöle im Boden, auch keine chemischen Besonderheiten, die auf Fremdeinwirkung schliessen liessen. Bei der gleichzeitig angefertigten Fruchtbarkeitsanalyse des Bodens stellte sich heraus, was der Bauer aber schon lang wusste: für landwirtschaftliche Nutzung taugte der Boden wirklich nicht! Sonst hätte er ihn ja auch niemals verkauft!
So, und dann kam der Hügel dran – was war damit los? War da vielleicht ein Schatz vergraben? Und wenn ja – was für einer? Es soll ja „den Franzos“ in der Gegend gegeben haben – damals, vor 200 Jahren. Und – könnte es nicht sein, dass da die Kriegskasse vergraben liegen könnte?
Der alte schwäbische Bauer ging mal – ganz vorsichtig – zum Bürgermeister, der ein ehemaliger Schulkamerad war. Sollten die Bohrungen da einen Fund erweisen – wem würde der denn gehören? Nun, natürlich ihm – bevor das Gelände nicht offiziell verkauft war….
Ja, aber das Hügelchen war wirklich nur ein Hügelchen – es stammte noch nicht einmal aus der letzten Eiszeit – so tief nach Süden waren die Gletscher damals nicht gekommen, vor 15.000 Jahren….
Und eine Kriegskasse vom „Franzos“ wurde leider auch nicht gefunden.
Alle waren zufrieden, der Grundstückskauf ging glatt über die Bühne, und die Fabrik ist inzwischen eifrig beim Produzieren von Elektronikteilen für die Automobilindustrie. |